Häufig gestellte Fragen

 FAQ 

Mein Kind wird Kontaktlinsen tragen


Meinem Kind wurden Kontaktlinsen empfohlen.
Ab welchem Alter kann ein Kind Kontaktlinsen tragen?
Das Alter für die Anpassung der ersten Linsen ist abhängig von der Indikation, die der Grund für die Nutzung ist. Sie erfolgt durch den Augenarzt.
Von der Geburt bis zum Alter von 6 Jahren – also bei Klein- und Kindergartenkindern – ist die Indikation medizinisch.
Die Anpassung von Linsen kann schon in den ersten Lebenswochen erfolgen. In diesem Fall ist die häufigste Indikation die Operation eines angeborenen Katarakts. Im Kleinkind- und Kindergartenalter ist die Nutzung von Kontaktlinsen insbesondere bei Kindern mit starker Kurz- oder Weitsichtigkeit angezeigt sowie bei Kindern, die eine erhebliche einseitige Einschränkung haben und bei denen eine Brille daher unausgewogen wäre. Sehr jungen Kindern werden meist harte Kontaktlinsen angepasst, da diese auch im Dauereinsatz Tag und Nacht eine maximale Sehqualität und Sicherheit garantieren.
Im Grundschulalter von 6 bis 10 Jahren ist die Indikation ebenfalls immer medizinisch, es ist aber auch möglich, Linsen bei sportlichen Aktivitäten einzusetzen.
Einem Kind in der Grundschule, das sich durch eine Brille im Alltag oder bei sportlichen Aktivitäten gestört fühlt, können harte oder weiche Linsen angepasst werden. Bei weichen Linsen sollten vorzugsweise Tageslinsen genutzt werden, die keine Pflege benötigen. Die Handhabung der Kontaktlinsen erlernt ein Kind in diesem Alter während der Anpassung. Je nach Bedarf kann das Kind die Kontaktlinsen ein paar Tage pro Woche oder täglich tragen.
Ab etwa 10 Jahren – also ab der weiterführenden Schule – werden Kontaktlinsen aus medizinischen, sportlichen und ästhetischen Gründen sowie aufgrund der Vorlieben des Trägers angepasst.
Harte Linsen für die ständige oder tageweise Nutzung, weiche Tages- oder Dauerlinsen – alles ist möglich. Die Wahl wird bei der Beratung aufgrund von Augenform, Gläserstärke der Brille und gewünschter Anwendung getroffen.
Wie kann man ein Kind daran gewöhnen?
Die Anpassung ist nicht anders oder komplizierter als bei einem Erwachsenen. Die Erklärungen richten sich unabhängig vom Alter direkt an das Kind. Die Vorgehensweise variiert abhängig vom Linsentyp, der bei der Vorab-Beratung aufgrund der Eigenschaften der Augen gewählt wurde.
Wird mein Kind seine Linsen selbstständig einsetzen, herausnehmen und pflegen können?
Ja, die Kinder lernen sehr schnell, wenn sie motiviert sind. Im Kleinkind- und Kindergartenalter, in dem die Indikationen rein medizinisch sind, übernehmen die Eltern die Handhabung und Pflege. Ein längeres Tragen Tag und Nacht ist vorzuziehen.
Ab der ersten Klasse, wenn das Kind die Linsen für den Sport oder aus ästhetischen Gründen trägt, werden Linsen eingesetzt, die es selbstständig handhaben kann.
Sind die Linsen gefährlich für die Augen?
NEIN, nicht wenn sie gut angepasst sind und regelmäßig kontrolliert werden. Das Risiko besteht in einer seltenen, aber schwerwiegenden Infektion unterhalb der Linsen, die durch Nichteinhalten der Anweisungen verursacht werden kann. Bei Augenrötung oder Schmerzen im Auge sollten die Kontaktlinsen daher sofort herausgenommen werden.
Kann mein Kind sein Leben lang Kontaktlinsen tragen, auch wenn es schon sehr früh damit anfängt?
Ja, Kontaktlinsen wurden immer weiter entwickelt und können lebenslang getragen werden. Allerdings müssen einige Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden:
Strikte Einhaltung von Anweisungen zu Hygiene und Handhabung
Einhaltung der Trageanweisungen auf dem Rezept: Tag oder Nacht
Einhaltung der Anweisungen zur Erneuerung der Linsen: täglich, alle zwei Wochen oder monatlich
Kein Wechsel der Linsenmarke ohne ärztliche Beratung
Kein Wechsel der Reinigungslösung, die mit den Linsen verschrieben wurde
Tragen von Linsen mit guter Sehleistung
Jährliche Kontrolle beim Augenarzt

Informationen zu den verschiedenen Linsentypen


Heute stehen zwei Linsentypen zur Verfügung. Deren Eigenschaften werden Ihnen in diesem Dokument erläutert.
Welche Linsentypen stehen zur Verfügung?
Es gibt:
harte Linsen: ihr Durchmesser ist nicht größer als derjenige der Hornhaut, sie sind flexibel und enthalten sehr wenig Wasser
weiche Linsen: ihr Durchmesser übersteigt den der Hornhaut, sie sind weich und wasserhaltig
Wofür werden sie verwendet?
Beide korrigieren gegenwärtig alle Sehstörungen: Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Hornhautverkrümmung und sogar Altersweitsichtigkeit (die sogenannten Fehlsichtigkeiten) und ermöglichen die Anpassung bei allen Patienten unabhängig von deren Alter.
Harte Linsen sind im Hinblick auf Infektionen sicherer und daher öfter für Kinder indiziert, insbesondere Kleinkinder. Sie sind eher für Fälle bestimmt, in denen ein Problem mit der Qualität der Tränenflüssigkeit vorliegt.
Weiche Linsen sind von Anfang an bequemer, erfordern aber insbesondere eine lückenlose Hygiene. Die Tränenflüssigkeit liefert ihnen das für ihre Zusammensetzung erforderliche Wasser, weshalb gegen Ende des Tages unter Umständen ein Trockenheitsgefühl auftreten kann.
Woraus bestehen sie?
Da sich beide aus Hydrogel und Silikon in unterschiedlichen Verhältnissen zusammensetzen, ermöglichen sie Sauerstofftransferraten, die nahe an diejenige ohne Kontaktlinsen heranreichen, so dass eine optimale Funktion der Augen gewährleistet ist.
Harte Linsen, die fast vollständig aus Silikon bestehen, ermöglichen eine verbesserte Sauerstoffversorgung der Hornhaut, da bei jedem kurzzeitigen Schließen der Augen mehr Tränenflüssigkeit unter die Linse fließt. Außerdem ermöglichen sie ein Tragen der Linsen auch bei geschlossenen Augen.
Weiche Linsen bestehen:
entweder vollständig aus Hydrogel (historisch betrachtet die ersten auf dem Markt), mit Sauerstofftransferraten, die für ein längeres Tragen bei geschlossenen Augen (Mittagsschlaf oder Nacht) nicht ausreichen.
oder aus Hydrogel und Silikon (diese sind neuer und inzwischen erste Wahl), mit Sauerstofftransferraten meist über dem Mindestnormwert, bei dem ein Tragen der Linsen auch bei geschlossenen Augen zulässig ist.
Sowohl harte als auch weiche Linsen erfordern eine lückenlose Hygiene und sorgfältigste Pflege, Reinigung und Desinfektion.
Wie werden sie getragen?
Harte Linsen lassen jede Art des Tragens zu, vom Tragen am Tag (täglich) bis hin zum sogenannten „längeren Tragen“, insbesondere bei Säuglingen. Sie werden in der Regel alle ein bis zwei Jahre erneuert.
Weiche Linsen sind für das gelegentliche Tragen vorgesehen (Tageslinsen), für längeres Tragen und sogar nachts, jedoch in begrenzteren Zeiträumen von acht Tagen bis zu einem Monat mit derselben Linse. Sie müssen öfter erneuert werden, da sie schneller verschmutzen als harte Linsen: in der Regel alle vierzehn Tage oder jeden Monat (in ganz bestimmten Ausnahmefällen gibt es Linsen für drei Monate oder sogar ein Jahr).


Wie lange sind Augentropfen zu verwenden?


Das Auge ist vielleicht unser wertvollstes Sinnesorgan. Zugleich ist es sehr empfindlich. Gelangen Keime in die Augen, können schwere Infektionen auftreten, die im schlimmsten Fall zu einem Verlust der Sehkraft führen . Wer Augentropfen verwendet, muss deshalb sehr auf die Hygiene achten. Trotz optimaler Hygiene sind Augentropfen nach dem ersten Öffnen aber nur begrenzte Zeit verwendbar, egal wie viel die Flasche noch enthält.
Warum lassen sich Augentropfen nach dem Öffnen der Flasche nur einige Wochen verwenden?
Augentropfen sind in der Verpackung bis zum Anbruch steril, das heißt sie enthalten keine Keime. Sobald das Fläschchen zum ersten Mal geöffnet wird, können Keime ins Innere gelangen. Das ist schnell passiert, zum Beispiel wenn die Tropfspitze mit den Fingern oder mit den Wimpern berührt wird.
Augentropfen in herkömmlichen Tropffläschchen müssen immer Konservierungsstoffe enthalten. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Nach dem Öffnen lässt deren Wirkung aber nach, sodass sich Keime, die in die Tropfflasche gelangt sind, schnell vermehren können. Beim nächsten Einträufeln gelangen diese Krankheitserreger ins Auge.
Wie lange halten sich Augentropfen nach dem Öffnen?
Augentropfen in herkömmlichen Tropffläschchen sind in der Regel vier Wochen verwendbar. Allerdings sind, je nach Zusammensetzung der Tropfen und der Art der Tropfflasche, auch andere Aufbrauchsfristen möglich.
Der Beipackzettel liefert die exakten Angaben. Immer öfter sind Augentropfen mittlerweile in neu entwickelten Tropffläschchen abgefüllt, die eine Haltbarkeit von bis zu zwölf Wochen erlauben.
Unabhängig vom Präparat läuft die Zeit aber immer ab dem Moment, in dem die Flasche erstmalig geöffnet wird. Dazu ein Tipp: Das Anbruchsdatum nach dem ersten Öffnen gleich auf die Flasche schreiben.
Was bringen Einzeldosis-Augentropfen in Pipettenform?
Egal wie voll das Tropffläschchen noch ist: Ist die vom Hersteller angegebene Frist für die Haltbarkeit abgelaufen, müssen die Tropfen entsorgt werden. Für Patienten, die täglich tropfen müssen, weil sie beispielsweise eine Augenerkrankung haben, ist das kein Problem. Sie leeren das Fläschchen meistens innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen. Wer aber nur hin und wieder Augentropfen braucht, kann auf sterile Pipettenfläschchen zurückgreifen. Es gibt sie von vielen Präparaten als Variante zur normalen Tropfflasche.
Eine Pipette enthält jeweils nur wenige Tropfen und ist für die einmalige Anwendung gedacht. Ein weiterer Vorteil: Augentropfen in Einzeldosis-Pipetten sind meistens nicht konserviert und somit zum Beispiel für Patienten optimal, die eine Allergie gegen Konservierungsmittel haben. Unkonserviert bedeutet aber auch: Nach dem Öffnen einer Pipette ist deren Inhalt nur für wenige Stunden verwendbar.
Wie kann eine Verunreinigung der Tropfen verhindert werden?
Bei der Anwendung von Augentropfen sind hygienische Maßnahmen sehr wichtig. Deshalb sollten vor jeder Anwendung die Hände gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden. So gelangen auch keine Bakterien ins Auge.
Jedes Fläschchen sollte nur von einer einzigen Person benutzt werden. Dies ist wichtig, wenn mehrere Personen in der Familie erkrankt sind oder bei Patienten in Pflegeeinrichtungen. Das verhindert eine Keimübertragung.
Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die Öffnung des Augentropfen-Fläschchens nicht mit dem Auge oder dem Finger in direkten Kontakt kommt, um eine Verunreinigung mit Bakterien auszuschließen.
Augentropfen sind nur begrenzt haltbar. Nicht aufgebrauchte Augentropfen müssen nach wenigen Wochen entsorgt werden. Eine Alternative sind Einweg-Pipetten, die es meistens vom gleichen Hersteller gibt. Da diese Tropfen meist kein Konservierungsmittel enthalten sind sie auch für Personen geeignet, die gegen Konservierungsmittel allergisch sind.

Lokalanästhesie oder Narkose: Was Sie wissen müssen


Die Anästhesie ermöglicht den schmerzlosen und risikofreien Ablauf eines Eingriffs. Es gibt verschiedene Anästhesiearten: Lokalanästhesie, Regionalanästhesie (z.B.: Peridural- oder Spinalanästhesie) und Intubations-Narkose (sogenannte „Voll“narkose).
Was ist eine Lokalanästhesie?

Bei einer Lokalanästhesie wird ein Narkose-Medikament unter die Haut gespritzt. Es unterbricht die Schmerzempfindung in der betreffenden Körperregion, während Sie bei vollem Bewusstsein sind.
Lokalanästhesien werden für kurze Eingriffe eingesetzt, die sich auf eine Körperstelle beschränken.
Zahnärzte verwenden Lokalanästhesien, um Zähne zu ziehen oder ein Implantat zu setzen. In der Dermatologie werden Lokalanästhesien zur Resektion von Leberflecken gesetzt und in der Chirurgie kann die  Behandlung eingewachsener Nägel dadurch ermöglicht werden.
Müssen vor einer Lokalanästhesie Vorsichtsmassnahmen getroffen werden?
Vor der Anästhesie stellt Ihnen der Arzt eine Reihe von Fragen.
Er fragt Sie:
ob Sie schon einmal anästhesiert wurden
ob Sie rauchen
ob Sie an einer chronischen Erkrankung leiden (Diabetes, Epilepsie …)
welche Medikamente Sie nehmen (Gerinnungshemmer, Aspirin)
ob Sie auf ein Produkt allergisch reagieren
ob Sie einen Herzschrittmacher tragen
ob es bei einer früheren Anästhesie zu Vorfällen gekommen ist
Was ist eine Narkose (Vollnarkose; Intubationsnarkose)?
Eine Narkose ist angebracht, wenn lang dauernde Eingriffe vorgenommen werden. Sie ist auch dann erforderlich, wenn der Eingriff ein lebenswichtiges Organ betrifft. 
Am Tag der Operation spritzt der Narkosearzt ein Mittel über eine Infusion in eine Vene oder er lässt Sie ein Narkosegas einatmen. 
Das Ärzteteam überwacht Ihre Herz- und Lungenfunktionen während des gesamten Eingriffs.
Nach dem Eingriff wird man Sie in einem Aufwachraum beobachten, bis alle Körperfunktionen wieder selbständig arbeiten.
Wie soll ich mich auf eine Narkose vorbereiten?
Zur Narkosevoruntersuchung müssen Sie folgende Unterlagen mitbringen:
den vollständig ausgefüllten Fragebogen, den man Ihnen bei der Terminabsprache ausgehändigt hat
Ihre Blutgruppenkarte (sofern vorhanden)
Ihre derzeitigen Medikamente
die Ergebnisse Ihrer letzten Blutuntersuchung (wird oft direkt via Hausarzt verschickt)
Ihre letzten Untersuchungen (Scanner, Ultraschall, EKG…) (oft auch via Hausarzt)
Sie müssen mehrere Stunden vor dem Eingriff nüchtern bleiben und dürfen weder trinken, essen, noch rauchen oder Kaugummi kauen. 
Vor dem Eingriff müssen Sie sich waschen, oft mit einem Desinfektionsmittel. 
Sie müssen Ihren Schmuck sowie Ihre Zahnprothesen und Kontaktlinsen ablegen. Auch Nagellack und Schminke müssen entfernt werden. 
Eine Krankenschwester wird Ihnen alles genau erklären. Fragen Sie sie ohne Bedenken.
Was ist eine Periduralanästhesie?
Eine Periduralanästhesie ist eine Form der Regionalanästhesie. Sie zielt darauf ab, einen Teil des Körpers empfindungslos und damit schmerzfrei zu machen, indem sie eine Funktionshemmung der Nerven des Rückmarks bewirkt. 
Der Narkosearzt spritzt ein Mittel zwischen zwei Lendenwirbel.
Diese Anästhesieart wird vor allem bei Entbindungen angewandt.
Die Injektion ist schmerzlos, weil zuvor eine Lokalanästhesie verabreicht wird.
Sie sind während des chirurgischen Eingriffs schmerzfrei, bleiben jedoch bei vollem Bewusstsein.
Ist eine Anästhesie mit Risiken verbunden?
Bei allen Anästhesien werden die notwendigen Massnahmen getroffen, um die Risiken zu minimieren. Komplikationen sind trotzdem möglich. 
Nach einer Lokalanästhesie tritt häufig ein Kribbeln auf, das aber rasch verschwindet. Allergische Reaktionen auf Narkosemittel sind selten. 
Postoperativen Lungeninfektionen bedingt durch versehentliches „Einatmen“ von Nahrung (sog. Aspiration) beugt man durch Fasten vor dem Eingriff vor. Die Bildung von Blutgerinnseln verhindert man mit vorbeugenden Medikamenten und Kompressionsstrümpfen (Krampfaderstrümpfen).
Kann ich eine Anästhesie bekommen, obwohl ich Allergiker bin?
Auch bei Allergien brauchen Sie nicht auf eine Anästhesie zu verzichten.
Informieren Sie den Narkosearzt bei der Narkosevoruntersuchung, damit er Ihnen eine für Sie  sichere Anästhesieform verabreichen kann.
Was geschieht nach der Anästhesie?
Nach einer Anästhesie beobachtet Sie das Ärzteteam im Aufwachraum.
Sie werden erst dann in Ihr Zimmer gebracht, wenn der Betäubungseffekt nicht mehr wirkt.

Ich soll wegen meines Grauen Stars ein Inmplantat erhalten


Beim grauen Star (auch als Katarakt bezeichnet) trübt sich die Linse des Auges ein, und das Sehvermögen lässt nach. Im Einzelnen kann die Erkrankung individuell ganz unterschiedlich verlaufen. In jedem Fall jedoch ist eine Operation die einzige wirklich Erfolg versprechende Behandlung.
Ich verwende Augentropfen zur Behandlung meines grauen Stars.
Augentropfen helfen bei der Behandlung des grauen Stars und sollen das Fortschreiten verlangsamen. Wenn sich Ihr grauer Star jedoch so entwickelt, dass er Sie im täglichen Leben stört, wird Ihr Augenarzt Ihre gesundheitliche Situation zusammen mit Ihnen neu bewerten und feststellen, ob vielleicht eine Operation notwendig geworden ist. Die Operation des grauen Stars ist ein Wahleingriff.
Was geschieht bei einer Augenoperation wegen grauem Star?
Bei der sogenannten Kataraktoperation wird die trübe gewordene körpereigene Linse aus dem Auge entfernt und durch eine künstliche Linse (ein Implantat) ersetzt.
Was ist eine künstliche Linse?
Die auch als Intraokularlinse (IOL) bekannte künstliche Augenlinse ist so gestaltet, dass sie sich ganz natürlich anstelle der erkrankten Linse ins Auge einpasst und so das Sehvermögen verbessert bzw. korrigiert.
Die IOL wird aus gut verträglichen Materialien hergestellt (Silikon, Acryl, Hydrogel). Sie bleibt für unbegrenzte Zeit im Auge, nutzt sich nicht ab und erfordert keine besondere Pflege.
Wie wird die künstliche Linse ausgesucht?
Die künstliche Linse, die anstelle der natürlichen Linse ins Auge eingesetzt wird, muss die richtige Stärke haben. Sie muss auf den speziellen Patienten und insbesondere auf die Länge des operierten Auges abgestimmt werden. Diese Berechnung wird einige Tage vor der Operation durchgeführt.
Wie läuft die Operation ab?
Die Operation wird üblicherweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Sie legen sich hin, und der operierende Arzt setzt unter mikroskopischer Vergrößerung einen winzigen Schnitt (rund 3 mm oder weniger), durch den eine Ultraschallsonde eingeführt wird. Mit dieser Sonde wird der Kern (die Mitte) der Linse zertrümmert. Diese Bruchstücke müssen nur noch abgesaugt werden. In den meisten Fällen wird die vordere Kapsel der Linse geöffnet und teilweise entfernt, die hintere Kapsel hingegen im Auge belassen und die künstliche Linse in diese Hülle eingefügt.
Ist die Operation mit Risiken verbunden?
Der Eingriff ist zwar perfekt standardisiert und führt zu hervorragenden Ergebnissen, doch für die Kataraktoperation gilt wie für jede Operation, dass man Risiken nie ganz ausschließen kann. Ihr Augenarzt kann Ihnen also den Erfolg des Eingriffs nicht hundertprozentig garantieren. Schwere Komplikationen treten nach Kataraktoperationen jedoch nur sehr selten auf.
Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Die Operation dauert rund 20 Minuten und wird meist unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Wenn Ihr allgemeiner Gesundheitszustand es erlaubt, können Sie meistens noch am Abend des Operationstages nach Hause entlassen werden. Sie müssen sich abholen lassen und sollten die erste Nacht nicht allein verbringen.
Werde ich noch eine Brille brauchen?
Durch die Implantation der künstlichen Linse werden Sie keine dicken Korrekturgläser mehr tragen müssen, in manchen Fällen auch gar keine Brille mehr. Das hängt maßgeblich von der Art des gewählten Implantats ab. Bei herkömmlichen Monofokallinsen haben Sie die Wahl, bei Nah- oder bei Fernsicht ohne Brille scharf sehen zu können. 
Multifokale künstliche Linsen hingegen sind flexible Implantate, die in den meisten Fällen (80 %) die Wiederherstellung einer „brauchbaren“ Nah- und Fernsicht ermöglichen (6/10). Wenn begleitend noch eine weitere Augenerkrankung vorliegt (ausgeprägtes Glaukom, Netzhaut- oder Hornhauterkrankung, Astigmatismus), kommen diese Linsen jedoch nicht in Frage.
Werden beide Augen gleichzeitig operiert?
Nein. Die Operationen erfolgen im Abstand von mindestens einer Woche. Dadurch kann der Arzt insbesondere überprüfen, ob die erste Operation erfolgreich war, bevor er die zweite in Angriff nimmt.
Muss ich nach der Operation besondere Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen?
Bei der Entlassung aus dem Krankenhaus erhalten Sie eine Verordnung, in der alle Vorsichtsmaßnahmen und die weitere Behandlung (Augentropfen, teilweise nächtliches Tragen eines Augenschutzes) erläutert sind. Am Tag nach der Operation sowie fünf bis acht Tage später werden Sie nachuntersucht.
Das operierte Auge schmerzt nicht, und das Sehvermögen verbessert sich rasch. Bis die Sehkraft jedoch ausreichend wiederhergestellt ist, sollten Sie nicht Autofahren oder gefährliche Maschinen oder Geräte bedienen. Achten Sie darauf, Infektionen zu vermeiden. Schützen Sie Ihr Auge. Verzichten Sie nach der Operation mehrere Tage lang auf das Haare waschen und auf Make-up.
Achten Sie einige Tage lang darauf, Ihr Sehvermögen nicht zu stark zu beanspruchen und Ihre Augen nicht zu ermüden.
Jedes Jahr unterziehen sich mehr als 300.000 Menschen einer Kataraktoperation. Komplikationen treten nach den Operationen nur selten auf. Achtung: Bei plötzlicher Verschlechterung des Sehvermögens, Schmerzen oder Rötung des Auges nach der Operation müssen Sie sich sofort an Ihren Arzt wenden.

Augenheilkunde-Lexikon


Das Auge hat die Funktion, Bilder in Form von einfallendem Licht aufzunehmen und in Nervenimpulse umzuwandeln, die es dann über den Sehnerv an das Gehirn übermittelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Aufbau des Auges


Das Auge ist ein kugelförmiger Körper, der auch als Augapfel bezeichnet wird.
Wie gelangt das Licht ins Auge?
Die Vorderwand des Augapfels wird von der Hornhaut gebildet, die lichtdurchlässig ist. 
Das Licht tritt zunächst durch die Pupille (im Bild schwarz dargestellt), eine Öffnung in der Mitte des farbigen Rings. 
Dieser Ring, die Iris, ist ein Teil der zweiten Gewebsschicht des Auges. Die Iris enthält Pigmente und Muskeln. Die Muskeln können die Größe der Pupille verändern und damit den Lichteinfall ins Auge regulieren. Bei hellem Tageslicht wird die Pupille verengt, damit nicht zu viel Licht ins Auge dringt (Miosis). Nachts und bei schwachem Licht wird die Pupille erweitert, um das wenige vorhandene Licht auszunutzen (Mydriasis).
Wozu dient die Linse?
Danach fällt der Lichtstrahl durch eine durchsichtige Linse, die ebenfalls ihre Form verändern kann, um die Sicht scharfzustellen.
Welche Aufgabe hat die Netzhaut?
Die Netzhaut kleidet die innere Rückwand des Augapfels aus. Sie ist der eigentlich lichtempfindliche Teil des Auges, da sie zwei Arten von Nervenzellen enthält, die als Fotorezeptoren (Lichtsinneszellen) fungieren: die Stäbchen und die Zapfen.
Die Stäbchen haben eine höhere Lichtempfindlichkeit und nehmen auch sehr schwaches Licht in der Nacht wahr. Sie sind vorwiegend für die Nachtsicht verantwortlich. Zur Wahrnehmung von Einzelheiten und Farben tragen sie hingegen nur wenig bei. 
Die Zapfen wiederum sind weniger lichtempfindlich, ermöglichen aber die Wahrnehmung von kleinsten Details sowie von Farben. Sie sind vornehmlich für die Tagsicht verantwortlich. 
Diese Zellen wandeln optische in elektrische Signale um, die ihrerseits als Impuls über den Sehnerv an das Gehirn übermittelt und dort als Bildinformationen ausgewertet werden.
Wie entsteht die Augenfarbe?
Die Farbe der Iris wird ebenso wie die Haut- und Haarfarbe dadurch bestimmt, wie viel von dem Farbstoff Melanin vorliegt. 
Bei geringer Melaninkonzentration ist die Iris blau.
Je höher der Melaningehalt, desto dunkler ist die Augenfarbe.

Aufbau des Auges

Das Auge ist das Sehorgan des Menschen. Es ist aus mehreren Bestandteilen aufgebaut, die gemeinsam dafür sorgen, dass Lichtreize aufgenommen und in Form elektrischer Impulse an das Gehirn übermittelt werden, wo sie analysiert und als Bilder verarbeitet werden.

Augenkrankheiten


Grauer und grüner Star – was ist das?
Der graue und der grüne Star sind Augenerkrankungen, die unentdeckt bis zur Erblindung führen. Sie entwickeln sich schleichend über Jahre hinweg. Beide Krankheiten können bei Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig erkannt und eine Erblindung so meistens verhindert werden.
Was bedeutet das Wort „Star“?
Das Wort „Star“ kommt aus dem Mittelalter. Es bedeutete damals „starr“ und hat nichts mit der Vogelart zu tun. Der Begriff „Star“ für die Augenkrankheit leitet sich vielmehr von dem „starren Blick“ ab, den völlig erblindete Patienten haben.
Was ist der graue Star?
Der graue Star, auch Katarakt genannt, ist eine Eintrübung der ursprünglich klaren Augenlinse. Die Linse des Auges hat die gleiche Funktion wie die Linse des Fotoapparates: Sie soll im Auge ein scharfes Bild erzeugen. Wird die Linse trüb, verliert das gesehene Bild zunehmend an Schärfe. Patienten die am grauen Star leiden, haben deshalb das Gefühl, alles durch einen Schleier zu sehen, der immer dichter wird. Ihre Umgebung erscheint grau in grau.
Viele Patienten bemerken auch, dass sie nachts beim Autofahren viel stärker geblendet sind als früher, plötzlich lichtempfindlicher oder kurzsichtiger sind. Wer solche Symptome an sich feststellt, sollte seine Augen untersuchen lassen. Denn eine Linsentrübung kann die Sehschärfe drastisch vermindern.
Obwohl der graue Star prinzipiell in jedem Lebensalter auftreten kann, ist er meist eine Folge des ganz normalen Alterungsprozesses der Linse. Im Alter von 65 Jahren wird bei fast jedem Menschen eine Linseneintrübung festgestellt. Warum sich die Linse im Lauf von Jahren oder Jahrzehnten eintrübt, ist aber noch nicht vollständig geklärt. Augentropfen oder Tabletten helfen beim grauen Star nicht.
Der einzige Weg, die Augenkrankheit zu behandeln, ist eine Operation. Beim Eingriff wird die trübe Linse durch eine Kunstlinse ausgetauscht. Dieser Eingriff zählt heute zu den häufigsten Operationen überhaupt und ist entsprechend sicher.
Was ist der grüne Star?
Der grüne Star, auch Glaukom, ist eine Augenerkrankung, bei der zunehmend der Sehnerv zerstört wird. Wichtige Risikofaktoren sind eine familiäre Belastung, ein erhöhter Augeninnendruck, Durchblutungsstörungen wie Diabetes und Bluthochdruck, die Einnahme von bestimmten Medikamenten (z.B. Cortison) und lokale Faktoren am Auge.
Durch die Zerstörung des Sehnervs kommt es zu zunehmenden Gesichtsfeldausfällen, zuerst peripher ,dann auch im Zentrum. Bei gewissen Formen der Erkrankung bemerken die Patienten in der Dunkelheit Ringe oder Höfe um Lichtquellen.
Das Glaukom bleibt lange unbemerkt und entwickelt sich schleichend. Bis man die Sehstörungen selbst wahrnimmt, ist die Erkrankung schon weit fortgeschritten. Die Sehrstörung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.
Entscheidend ist deshalb die Früherkennung. Je früher das Glaukom festgestellt wird, desto größer ist die Chance, die Sehleistung zu erhalten.
Zur Behandlung verordnen Augenärzte Augentropfen oder Tabletten. Helfen diese nicht (mehr), wird der Arzt eine Laserbehandlung oder eine Operation vorschlagen. Bei der Operation wird der Abfluss des Augenkammerwassers erleichtert und so der Druck gesenkt.
Beim Grauen Star oder auch Katarakt lässt die Sehschärfe durch eine Trübung der Augenlinse nach. Beim Grünen Star, dem Glaukom, hingegen kommt es zu Gesichtsfeldausfällen und Schädigung des Sehnervs wobei der erhöhte Augeninnendruck der wichtigste Risikofaktor ist.

Basiswissen Glaukom


Das Glaukom, auch grüner Star genannt, ist eine verbreitete Erkrankung, die mit zunehmendem Alter immer häufiger auftritt: Rund 7-8 % aller Menschen über 70 Jahren sind davon betroffen. Das Glaukom entwickelt sich über Jahre, meistens ohne sich durch Schmerzen oder andere Symptome bemerkbar zu machen.
Ich habe ein Glaukom – was bedeutet das?
Das Glaukom ist eine Erkrankung des Sehnervs. Dieser Hirnnerv ist dafür verantwortlich, die vom Auge erfassten Bilder an das Gehirn zu übermitteln. Die Zerstörung des Sehnerven verursacht zunehmende Gesichtsfeldausfälle.

Das Glaukom verursacht zunehmende Gesichtsfeldausfälle.

Das Glaukom ist eine Erkrankung des Sehnervs.

Wenn die Erkrankung unbehandelt oder sogar unerkannt bleibt, besteht die Gefahr der Erblindung.
Wie entwickelt sich das Glaukom?
Die häufigste Form ist das Offenwinkelglaukom, bei dem der Abflusswinkel offen ist, aber im Verlauf der Krankheit zunehmend dessen Struktur verändert und der Abfluss gestört wird. Diese Form entwickelt sich schleichend über 10–20 Jahre hinweg, ohne sich durch Schmerzen oder andere Symptome bemerkbar zu machen. Sehstörungen setzen erst ein, wenn der Sehnerv bereits zu mehr als 40 % zerstört ist. Diese Schädigung ist nicht wieder rückgängig zu machen. Darum ist es so wichtig, die Erkrankung in einem sehr frühen Stadium zu erkennen, um ihr Fortschreiten verhindern zu können.
Die zweite Form, das sogenannte Winkelblockglaukom, kommt seltener vor. Bei dieser Form ist der Abflusswinkel eng gebaut. Durch verschiedene Umstände kann es zu einem akuten Verschluss des Winkels kommen. Dieser sogenannte Glaukomanfall setzt ganz plötzlich ein und geht mit starken Schmerzen und Einschränkungen des Sehvermögens einher. Es stellt einen medizinischen Notfall dar, der sofort ärztlich behandelt werden muss.
Die dritte Form, das angeborene Glaukom schließlich tritt bei der Geburt oder in den ersten Lebenswochen auf. Diese Form des Glaukoms ist sehr selten (bei einem von 5.000 Neugeborenen).
Warum habe ich ein Glaukom bekommen?
Die genauen Ursachen des Glaukoms sind noch nicht bekannt. Es sind jedoch mehrere Risikofaktoren bekannt, die die Erkrankung begünstigen: Generelle Risikofaktoren wie zum Beispiel eine genetische Disposition, das Lebensalter, die Einnahme von Medikamenten und Durchblutungsstörungen. Daneben gibt es viele lokale Risikofaktoren wie der erhöhte Augeninnendruck, Fehlsichtigkeit, Verletzungen und gewisse Erkrankungen des Auges.
Kann mein Glaukom behandelt werden?
Ja. Es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, je nach Form und Schwere der Erkrankung und Alter des Patienten.
Kann ich auch mit einer Brille die Sehstörung korrigieren, die mein Glaukom hervorruft?
Nein. Der mit dem Glaukom verbundene Verlust des Sehvermögens lässt sich mit einer Brille weder aufhalten noch korrigieren. Die Schädigung des Sehnervs ist nicht reparabel; einmal eingetretene Gesichtsfeldausfälle bleiben für immer bestehen. Darum ist es so wichtig, dass Sie die Ihnen verschriebene Glaukombehandlung genau befolgen.
Ich bin 40 Jahre alt, mein Sehvermögen ist in Ordnung, aber mehrere meiner Familienmitglieder haben ein Glaukom. Soll ich zur Vorsorgeuntersuchung gehen?
Ja. Die genetischen Faktoren (erbliche Veranlagung) spielen eine Rolle bei der Entstehung des Glaukoms. Die Vorsorgeuntersuchung ist der einzige Weg, die Krankheit früh zu erkennen und in ihrem Verlauf aufzuhalten.
Mein Augenarzt hat gesagt, mein Glaukom sei durch zu hohen Augeninnendruck bedingt. Was bedeutet das?
Der Augeninnendruck (Abkürzung: AID) ist die Kraft, die eine farblose Flüssigkeit – das sogenannte Kammerwasser – im vorderen Teil des Auges ausübt. Unter normalen Umständen dient dieser Druck dazu, die Form des Auges aufrechtzuerhalten.
Ein zu hoher AID (auch als okuläre Hypertonie bezeichnet) geht sehr häufig mit dem Glaukom einher. Er verursacht normalerweise keine Schmerzen, außer wenn er sehr plötzlich stark ansteigt, wie es beim akuten Glaukom der Fall ist.
Ich habe ein Glaukom in Verbindung mit erhöhtem Augeninnendruck. Wird die Behandlung dazu führen, dass mein Sehvermögen vollständig wiederhergestellt wird?
Nein. Einmal verlorene Sehleistung kann nicht wiedererlangt werden, denn der erhöhte Augeninnendruck hat den Sehnerv dauerhaft geschädigt. Die Behandlung, die der Arzt Ihnen zur Senkung des Augeninnendrucks verschreibt, wird jedoch die weitere Schädigung des Sehnervs und Verschlechterung des Sehvermögens aufhalten.
Ich habe erhöhten Augeninnendruck – werde ich ein Glaukom bekommen?
Nein, nicht zwingend. Die Empfindlichkeit gegenüber dem Augeninnendruck sowie das damit verbundene Glaukomrisiko sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Es ist möglich, dass jemand einen höheren Augeninnendruck hat als normal (d. h. über 21 mmHg), aber kein Glaukom bekommt. Genauso kann auch umgekehrt jemand an Glaukom erkranken, obwohl er keinen erhöhten Augeninnendruck hat.
Ich habe erhöhten Augeninnendruck, dieser wird aber nicht behandelt – ist das normal?
Ja. Es bedeutet, dass Ihr Augeninnendruck nicht sehr stark erhöht ist und Sie keine weiteren Risikofaktoren für eine Glaukomerkrankung aufweisen. Ihr Augenarzt ist zu der Einschätzung gelangt, dass in Ihrem Fall keine Behandlung, sondern lediglich die ärztliche Überwachung erforderlich ist.
Das Glaukom entwickelt sich über lange Zeit unbemerkt, weshalb auch die Zahl der Betroffenen weit unterschätzt wird. Dabei ist die Früherkennung einfach und schmerzlos. Ab einem Alter von 40 Jahren sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt sehr wichtig, insbesondere wenn es in der Verwandtschaft Fälle von Glaukom gibt.

Mögliche transitorische ischämische Attacke: Ein Notfall


Die transitorische ischämische Attacke (TIA) ist eine vorübergehende starke neurologische Ausfallserscheinung: Die Symptome verschwinden innerhalb einer Stunde ohne Folgeerscheinungen oder Hirnschäden. Aber die TIA erfordert eine rasche medizinische Versorgung.
Was ist eine transitorische ischämische Attacke (TIA)?
Sie wird durch eine Unterbrechung oder Reduktion des Blutflusses in einer Arterie verursacht, die das Gehirn oder die Netzhaut (die innere Membran des Auges) versorgt.
Was sind die Symptome?
Die TIA äußert sich durch:
Sehstörungen: kurzfristiger Verlust der Sehkraft auf einem oder beiden Augen
Lähmung eines Körperteils oder Taubheit in einem Arm oder einem Bein
Sprach- und Ausdrucksschwierigkeiten

Diese können auch in Verbindung mit folgenden Beschwerden auftreten:
Schluckstörungen
Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
In einigen Fällen kurzzeitiger Bewusstlosigkeit
Manchmal Erbrechen.
Die TIA zeichnet sich dadurch aus, dass sie abrupt auftritt. 
Sie kommt sehr plötzlich, auch wenn das Ausmaß variabel ist.
Aber sie ist vorübergehend und die Symptome bilden sich zurück.
Die vollständige Rückbildung der Symptome sollte aber nicht fälschlich beruhigen: Es handelt sich um einen echten Notfall und eine potenzielle Bedrohung für das Gehirn.
Wie wird die Diagnose gestellt?
Die Diagnose erfolgt durch eine umfassende Überprüfung der visuellen, auditiven und motorischen Fähigkeiten der Patienten.
Außerdem werden eine Blutuntersuchung und Untersuchungen wie ein EKG (Elektrokardiogramm), MRT (Magnetresonanztomographie) oder CT des Gehirns durchgeführt.
In den meisten Fällen lassen die Symptome innerhalb einer Stunde nach.
Was sind die Risiken?
Die TIA stellt ein hohes Risiko für das Gehirn dar, da sie einen Schlaganfall (Infarkt) innerhalb eines unabsehbaren Zeitraums mit der Gefahr von bleibenden Folgeschäden ankündigen kann. Deshalb muss sie unbedingt als Notfall betrachtet und entsprechend behandelt werden.
Wie sieht die Behandlung aus?
Die Behandlung konzentriert sich im Wesentlichen auf das Vermeiden einer Wiederholung oder einer Weiterentwicklung zum Schlaganfall. Sie zielt darauf ab, bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verhaltensweisen zu überwachen und zu steuern.
Was muss überwacht werden?
Überwacht werden müssen Bluthochdruck, Diabetes, hoher Cholesterinspiegel und Übergewicht, die nicht nur die Ursache, sondern auch der Auslöser eines Schlaganfalls sein können. 
Außerdem müssen Hormontherapien in den Wechseljahren oder die Einnahme von oralen Kontrazeptiva berücksichtigt werden.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten ergriffen werden?
Rauchen und Alkohol sollten unbedingt vermieden werden.
Diabetes, hoher Cholesterinspiegel, Übergewicht und Blutdruck müssen regelmäßig kontrolliert werden.

Die TIA ist ein Warnsignal, das auf ein hohes Risiko für einen Schlaganfall oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung hinweist. Im Falle von TIA-Symptomen können durch sofortige Notfallmaßnahmen Komplikationen verhindert werden.
Deshalb ist es sinnvoll, die Anzeichen zu erkennen, die auf eine Not- oder Risikosituationen hinweisen.

Diabetes und Auge

Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt, kann viele weitere Erkrankungen nach sich ziehen. Besonders das Auge ist durch den erhöhten Blutzuckerspiegel gefährdet. Die hohen Zuckerwerte führen dazu, dass feine Blutgefäße im Auge zerstört werden. Mediziner nennen diese Folgeerkrankung diabetische Retinopathie. Jährlich erblinden viele Tausend Diabetiker, weil ihre Zuckerwerte nicht gut eingestellt sind. Die regelmäßige Überprüfung der Werte und die Untersuchungen beim Augenarzt sind besonders wichtig, da die diabetische Retinopathie vom Patienten zuerst nicht bemerkt wird.
Diabetes mellitus
Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) kann der mit der Nahrung aufgenommene Zucker nicht mehr ausreichend von den Körperzellen verwertet werden. Der überschüssige Zucker sammelt sich im Blut an. Mit der Zeit schadet dies dem Körper.
Bestimmte Organe sind besonders anfällig. Die Nieren, das Herz-Kreislauf-System und das Nervensystem können dabei in Mitleidenschaft gezogen werden.
Es sind zwei Typen von Diabetes mellitus zu unterscheiden:
der stärker unter jungen/jüngeren Personen verbreitete Typ 1
der Typ 2, den sogenannten Alterszucker, der trotz dieses Namens auch schon bei jüngeren Menschen auftreten kann
Was hat das Auge damit zu tun?
Diabetes betrifft das gesamte Nerven- und Gefäßsystem des Körpers und damit auch das Auge, da die sehr kleinen Gefäße am Auge geschädigt werden können. Nahezu ein Drittel aller Fälle von Blindheit in Europa ist auf eine Zuckerkrankheit zurückzuführen – damit ist sie eine der häufigsten Ursachen für Erblindungen in Industrieländern.
Im Auge werden besonders die kleinen und kleinsten Blutgefäße beschädigt. Dadurch erhält die Netzhaut des Auges nicht mehr genügend Nährstoffe. Die Gefäße werden durch den Einfluss der Zuckerkrankheit porös und undicht, wobei es zu Blutungen kommen kann. Der Körper versucht das Problem selbst zu reparieren, was die Schädigung jedoch nur noch verschlimmert. Hohe Zuckerwerte schädigen auch die Nerven, sodass die Augenmuskeln gelähmt werden können.


Augenerkrankungen durch Diabetes


Man unterscheidet verschiedene Stadien und Ausprägungen der Augenerkrankung als Folge eines Diabetes:
Anfangs kommt es zu Aussackungen bei den Gefäßen, Blut sickert aus den Äderchen und schädigt das Augengewebe. Es kann zu kleinen Gefäßverschlüssen kommen, sodass die Netzhaut nicht mehr genügend mit Nährstoffen versorgt wird. Dieses Vorstadium wird „nicht-proliferative diabetische Retinopathie“ genannt. Die Betroffenen bemerken dies meist gar nicht, während der Augenarzt dies schon frühzeitig erkennen kann.
Später versucht der Körper, durch Wachstum von neuen Gefäßen die Unterversorgung des Auges zu beheben. Die neuen Gefäße wachsen aber auch aus der Netzhaut heraus in den Glaskörper des Auges, wo es leicht zu Blutungen kommen kann. Diese Form nennt man „proliferative diabetische Retinopathie“.
Netzhautablösung: Die neu gebildeten Gefäße üben Zug auf die Netzhaut aus, sodass diese sich ablösen kann – das Sehvermögen sinkt plötzlich stark.
Andere Komplikationen
Proliferieren die Gefäße im Kammerwinkel, dann wird er zunehmend blockiert und das sogenannte Kammerwasser kann nicht mehr aus dem Auge abfließen. Dadurch steigt der Augeninnendruck stark an und der Sehnerv wird beschädigt oder gar zerstört.
Makula-Ödem: Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Wenn die Veränderungen bis dorthin reichen und an dieser Stelle Flüssigkeit austritt (Ödem), geht die Fähigkeit verloren, Dinge zu fokussieren und scharf zu sehen.
Grauer Star (Katarakt): Die Linsentrübung ist eine typische Alterskrankheit, sie kommt aber bei Diabetikern mit erhöhter Häufigkeit vor.
Sind die Nerven, die zu den Augenmuskeln führen, geschädigt, kann es zu Doppelbildern kommen, da die Muskeln dann im Zusammenspiel gestört sein können.
So macht sich die diabetische Augenkrankheit bemerkbar
Fatalerweise verursacht die Zuckerkrankheit am Auge zunächst keine Beschwerden, die den Betroffenen auffallen. Erst im Verlauf der Erkrankung, aber dafür sehr plötzlich, kann sich die Sehfähigkeit verschlechtern.
Folgende Symptome können auftreten:
Langsamer und schleichender Sehverlust: Viele ältere Menschen nehmen das gar nicht wahr. Sie führen das schlechtere Sehen auf ihr Alter zurück. Es kann jedoch ein Anzeichen dafür sein, dass die Netzhaut geschädigt ist.
Plötzlicher Sehverlust oder Verdunkelung in einem Bereich des Gesichtsfeldes weisen darauf hin, dass sich die Netzhaut bereits ablöst oder die Stelle des schärfsten Sehens Schaden erlitten hat.
Blitze, „fliegende schwarze Mücken“ und „Rußregen“ kommen bei Netzhautablösung und Blutungen vor.
Bei erhöhtem Augeninnendruck treten zunehmend Gesichtsfeldausfälle auf. Steigt der Augeninnendruck rasch an, kann dies zu starken Schmerzen führen.
Was kann man selbst tun?
Die folgenden Punkte sollten Diabetes-Patienten beachten, um Komplikationen bei ihrer Erkrankung möglichst zu vermeiden bzw. das Eintreten langfristig hinauszuzögern.
Gut eingestellte Zuckerwerte: Unbedingt die Empfehlungen des Arztes zu Ernährung, Behandlung mit Medikamenten und körperlicher Betätigung befolgen.
Normaler Blutdruck: Zu hohen Blutdruck konsequent behandeln.
Verzicht auf Rauchen: Gerade bei Zuckerkrankheit ist es sehr wichtig, nicht zu rauchen. Rauchen beschleunigt die Zerstörung der Gefäße und damit die Verschlechterung des Sehvermögens.
Regelmäßige Besuche beim Augenarzt: Gibt es noch keine Hinweise auf eine Augenschädigung, reicht ein Besuch beim Augenarzt pro Jahr aus. Sind die Augen bereits in Mitleidenschaft gezogen, muss man häufigere Untersuchungen durchführen lassen.
Behandlungsmöglichkeiten
Für die einzelnen Erkrankungen gibt es jeweils spezielle Verfahren, wie etwa Lasertherapie, die chirurgische Entfernung von wuchernden Gefäßen und Blutungen oder Medikamente. Allen ist gemeinsam: Sie halten die Entwicklung nicht auf, sondern beseitigen nur die Folgeschäden.
An Medikamenten für die diabetische Retinopathie wird derzeit intensiv geforscht. Möglicherweise lassen sich die gefährlichen Gefäßneubildungen durch neue Medikamente in Zukunft ganz verhindern.
Nehmen Sie als Diabetiker die möglichen Folgeschäden für das Auge sehr ernst. Durch gute Einstellung von Zucker und Blutdruck sowie regelmäßige Untersuchungen beim Augenarzt können Schädigungen vermieden oder zumindest der Verlauf günstig beeinflusst werden.

Diese Website ersetzt in keiner Weise einen Arztbesuch!

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